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Sonntag, 3. Dezember 2017

Bluthochzeit -Fletchers Kampf von Rudolf Otto Schäfer



Die Fantasy-Reihe um den Engländer Fletcher, ausgestattet mit übersinnlichen Kräften. Eine herrliche Mischung aus Krimi und Fantasy, aus Action, Magie und Mystik, getränkt mit bissigem Humor! Begleite Fletcher bei seiner Geisterjagd.

Fletcher, Geisterjäger wider Willen, Alison und der Geisterjunge Tom konnten in Clapham Woods, gerade noch das Leben eines kleinen Jungen retten, da wird Alison von einem Vampir entführt. Ein unheimlicher Fremder gibt Fletcher den Tipp, diesen in Warwick finden zu können. Krank vor Sorgen machen sich die beiden Freunde auf den Weg, dass schier unmögliche zu schaffen und Alison aus den Fängen dieses Wesens zu retten. In Warwick angekommen, trifft unser Duo auf neue Freunde aber auch auf neue Gegner. Fletcher sucht fieberhaft nach dem Versteck des Blutsaugers, denn allen ist bewusst ... Alisons Zeit läuft ab!
Erhältlich bei Amazon als E-Book und Taschenbuch


Leseprobe:
Kapitel 2
Unerwartete Hilfe
»Verfluchte Scheißkarre!« Mit einem kräftigen Schwung warf ich die Motorhaube nach unten. Mit einem blechernen Scheppern fiel sie wieder in das Schloss.
Ich stand zusammen mit Tom auf einem Parkplatz auf der M25 Richtung Windsor und wusste erst einmal nicht mehr weiter. Müde und wütend setzte ich mich auf einen Randstein und starrte stumpfsinnig vor mich hin.
»Na komm schon Fletscher. Der muss nur kurz ein wenig abkühlen und gleich geht es bestimmt wieder weiter«, sagte Tom und deutete mit seiner Hand zum Auto. Mein uralter Audi 80 hatte das hohe Tempo, welches ich einschlug, einfach nicht verkraftet und plötzlich den Geist aufgegeben. Mit dampfender Motorhaube war ich gerade noch auf den Rastplatz zum Stehen gekommen.
Ich schaute Tom an, aber momentan war ich nicht gerade sehr optimistisch. Kurz schloss ich die Augen und ließ die letzten Geschehnisse Revue passieren. Vor kurzem war mir die sonderbare Gabe zuteilgeworden Geister sehen zu können. Warum oder weshalb konnte ich mir beim besten Willen nicht erklären. Ich war noch nie ein sehr religiöser Mensch gewesen und hatte, bis auf ein paar Horrorfilme im Kino, auch nicht das geringste für parapsychologische Geschehnisse über. Tom, der jetzt neben mir stand, hatte als erster Geist zu mir Kontakt aufgenommen und nach einigen
Anfangsschwierigkeiten, waren wir gute Freunde geworden. Durch einen unliebsamen Geist kamen wir beide in große Schwierigkeiten und brauchten professionelle Hilfe. Aber wo zum Kuckuck bekommt man diese her? Im Telefonbuch findet man unter G wie Ghosthunter keinen Eintrag.
Durch puren Zufall traf ich dann auf Alison. Ach Alison ... was soll ich euch sagen? Eine absolute
Traumfrau. Nicht nur ihr Körper, die langen Haare und diese magischen grünen Augen. Nein. Ihre Art zog mich einfach in ihren Bann. Sie konnte Verhalten aus mir herauskitzeln, die ich mir selber nie zugetraut hätte.
Selbst das Rauchen hatte ich für sie aufgegeben. Einfach so, ohne lange zu überlegen. Bisher war ich mir nur nicht im Klaren, ob meine Gefühle einseitiger Natur waren. Ab und zu hatte sie mir schon das Gefühl gegeben, mehr für mich zu empfinden. Dann aber war da so etwas wie eine unsichtbare Mauer gewesen, an der wir beide nicht weiter kamen. Vielleicht Schatten der Vergangenheit.
Naja. Auf jeden Fall war sie mir eine große Hilfe gewesen. Sie besaß einen kleinen Esoterik Laden und hatte gerade auf dem Gebiet der Parapsychologie unheimlich viel Ahnung. Wir drei zusammen schafften also das fast Unmögliche und konnten diese dunkle Bedrohung aufhalten. Dabei kam ich in den Besitz eines Artefakts mit magischen Eigenschaften. Ein hölzerner Richterhammer, der es mir ermöglichte, Geister an Orte zu verbannen, von denen eine Flucht für diese schier unmöglich war.
Kaum aber war dieses Abenteuer überstanden, hatten wir versucht, ein Rätsel in Clapham Woods zu lösen.
Ein kleiner Junge war verschwunden und durch unsere Forschungen vor Ort, konnten wir ihn retten und eine Sekte daran hindern, eine griechische Gottheit für ihre Zwecke einzusetzen.
Als kleines Geschenk für Alison hatte sie nach diesem Vorfall nun auch diese vermeintliche Gabe, Geister sehen zu können. Kaum aber hatten wir uns davon erholt, wurde sie abends auf unerklärliche Weise aus dem Badezimmer entführt. Ein unheimlicher Schattenmann hatte mir daraufhin eröffnet, dass Alison in der Gewalt eines Vampirs war. Sein Name war Absolom. Dieser solle sie in sein Versteck in Warwickshire gebracht haben. Geister, Götter, Dämonen und jetzt ein Vampir. Was nur hatte ich verbrochen, um mich mit solchen Sachen auseinanderzusetzen? Ich setzte mich also mit Tom in mein Auto und gab Gas. Ich wollte so schnell wie möglich Alison finden und wenn irgendwie möglich, aus den Händen dieses Blutsaugers retten.
Wie ich das anstellen sollte, war mir bisher noch ein Rätsel. Mein gesammeltes Wissen über diese
Blutsauger begrenzte sich leider immer noch auf diverse Horrorschinken aus den 80er Jahren. Als
ehemaliger Video Junkie hatte ich natürlich auch Vampierfilme geschaut. Also sollte ich mich auf jeden Fall mit Weihwasser, Knoblauch und einem Holzpflock bewaffnen, wenn ich diesem Absolom gegenübertreten würde.
Das aber war jetzt erst einmal nebensächlich, denn wie ich, mit einem Blick auf mein Auto feststellte, war eine momentane Weiterfahrt unmöglich. Immer noch krochen kleine Dampfwölkchen unter der Motorhaube hervor.
»Hast du vielleicht zufällig noch eine Wasserflasche im Auto?«
Tom riss mich aus meinen Gedanken. Ich schaute auf und schüttelte missmutig meinen Kopf.
»Ne sorry. Daran hab ich leider nicht gedacht. Wusste ja nicht, dass mein Motor den Geist aufgeben würde, nur weil ich einmal ausnahmsweise schneller als 50 Meilen fahren würde.«
»Also ich hab dich mehr als einmal daran erinnert, dass dein Auto die wilde Fahrt wohl nicht lange
mitmachen würde«, sagte Tom.
»Du hast darauf nicht reagiert, sondern weiter mit angespanntem Kiefer und runtergetretenem Gaspedal die Autos vor dir hergescheucht.«
Ich wischte mit dem Arm durch die Luft.
»Weißt du Tom, was ich noch weniger gebrauchen kann als eine Motorpanne?«
»Ne sag an«, gab Tom zurück.
»Deine Klugscheißerei!« Ich wusste natürlich das er Recht hatte, aber die Sorge um Alison hatte mich alle Vorsicht vergessen lassen. Ich wusste gerade nicht weiter und meine Angst um sie wurde
verständlicherweise immer größer.
Ich drückte meinen müden Körper wieder in die Senkrechte und starrte die immer noch qualmende
Blechkarre an. Meine Blicke streiften über den Parkplatz, aber außer uns hatte wohl sonst niemand Lust auf eine kleine Pause. Ein kalter Wind pfiff über den kargen Platz und ich zog den Reißverschluss meiner Jacke ein wenig höher. Ich öffnete die Beifahrertür und setzte mich schräg auf den Sitz. Irgendwo musste doch meine alte Straßenkarte sein. Ich durchwühlte mein Handschuhfach. Alte Schokoriegelverpackungen, ein paar Ersatzsicherungen und ein bisschen Kleingeld. Na hervorragend. Genau das, was ich jetzt gebrauchen könnte, war natürlich nicht zu finden.
»Suchst du was Bestimmtes?«, fragte Tom.
»Meine alte Straßenkarte«, brummelte ich zurück.
»Manche Leute sind ja schon im 21ten Jahrhundert angekommen und besitzen ein Navi«, höhnte Tom.
Mit säuerlicher Miene schaute ich ihn an. Sein Grinsen verflog.
»Schon gut, schon gut. Tut mir leid. Ich habe auch Angst um Alison, aber wenn wir hier Trübsalblasen, können wir ihr auch nicht helfen.
Außerdem weiß ich, wo dein Kartenmaterial zu finden ist.«
»Und das wäre Tom?«, gab ich leicht gereizt zurück.
»Schau mal unter deinem Fahrersitz nach.«
Ich verbog mich, um unter den Fahrersitz mit meiner Hand zu nesteln, und bekam ein Stück Papier zu
fassen. Als ich daran zog, kam die Karte zerknittert und verstaubt zum Vorschein.
»Wie ist sie denn darunter geraten?« Verwundert kratzte ich mich am Kopf. Zuletzt hatte sie Alison noch gebraucht, um unseren Weg nach Clapham herauszufinden.
»Ich habe gesehen, wie du sie, als wir in Clapham ankamen, unter deinen Sitz gestopft hast.«
Tom schien zufrieden mit sich. Ich breitet die Karte auf meinen Knien aus und strich sie ein wenig glatt.
Mein Finger fuhr unsere bisher zurückgelegte Strecke nach und kam an der Markierung für den Rastplatz zum Stehen.
»Wir haben gerade mal die Hälfte des Weges hinter uns gebracht. Mit dem Wagen wären es vielleicht noch eine Stunde Fahrt gewesen.« Ich grübelte, ob es eine Möglichkeit geben würde, unser Ziel anderweitig zu erreichen. Zu Fuß war es viel zu weit und ich hätte das meiste Gepäck hier lassen müssen. Außerdem bräuchte ich das Auto vor Ort. Es war wirklich zum Verrücktwerden. Man konnte das Gefühl bekommen, dass uns irgendeine fremde Macht davon abhalten wollte, an unserem Ziel anzukommen.
Ich haderte noch mit mir selbst, als ich das Quietschen von Bremsen hörte. Überrascht blickte ich auf und sah in Toms Gesicht.
Er wies mit der Hand nach links hinter unser Auto.
»Wir haben Besuch bekommen«, sagte er.
Ich faltete die Karte wieder zusammen und legte sie auf das Armaturenbrett.
Man konnte hören, wie die Autotür des Wagens, der gerade angekommen war, geöffnet wurde und dann wieder ins Schloss fiel.
Es war ja nichts Ungewöhnliches daran, dass jemand auf einem Rastplatz hielt, aber ich war neugierig, ob es jemand wäre, der mir vielleicht mit meinem Autoproblem helfen könnte.
Also stemmte ich mich wieder aus meiner Sitzposition hoch und schaute mir den Neuankömmling an.
Eine junge Frau war mit ihrem Wagen angekommen. Das wars dann wohl mit der Hilfe für meinen Motor.
So wie die Frau aussah, war sie mehr künstlerischen oder filigranen Hobbys zugetan. Sie schien schon eine längere Fahrt hinter sich gehabt zu haben, denn sie dehnte und streckte sich ausgiebig. Ihr kurzes blondes Haar war wirklich auffallend. Es glänzte silbrig im Sonnenlicht. Sie war eher klein und hatte eine entzückende Figur. Als Kleidung hatte sie sich eine Jeans Latzhose ausgewählt. Ein Träger baumelte lässig nach unten. Die Hosenbeine waren hochgekrempelt und die Füße steckten in Ledernden Flip Flops.
Obwohl es nicht gerade sommerlich warm war, bestand ihre Oberbekleidung nur aus einem eng anliegenden weißen Top. Sie ließ noch ein paar Mal den Rumpf kreisen und erblickte mich dann. Sie stockte kurz, hob dann aber die Hand zum Gruß und schlappte zu mir herüber.
Kurz registrierte ich Tom an meiner Seite, der unüblicherweise mal den Mund hielt.
»Hey. Auch kleines Päuschen machen?«, begrüßte mich Blondi.
Vom Nahen sah sie noch attraktiver aus. Ein kleines Stupsnäschen mit ein paar verstreuten Sommersprossen.
Schön geschwungene Lippen und große braune Augen schauten mich keck an.
Sie stemmte die Hände in die Hüften und blickte mich fragend an. Ein wenig erinnerte mich ihre
Ausdrucksweise an Alison und ein Stich bohrte sich durch mein Herz.

Kurzvita:
Rudolf Otto Schäfer wurde 1968 in Lennestadt geboren und ist seit 2013 freier Autor.
Für die Fantasybuchreihe um den Geisterjäger Fletcher hat er bis heute 3 Romane verfasst. Vor kurzem erschien der dritte Band, der Fantasy Serie "Bluthochzeit -Fletchers Kampf-".
Seine Mystery Jugendbuchreihe "Shadow Town" beschreibt die Abenteuer einer Gruppe Jugendlicher in einer amerikanischen Küstenstadt. Bisher erschienen ist Band I "Die Ankunft".
Weiterhin entstand das Kinderbuch »Kiara und das Schimpfmonster«. Vom Alogino Hörbuchverlag München, wurde der erste Band der Fletcher Serie und  "Kiara und das Schimpfmonster" produziert. Momentan wird der zweite Teil der Fletcher Serie "Das dunkle Ritual" vertont. Die aufwendig produzierten Hörbücher können über audible erworben werden.
Er lebt seit 2002 in Unna bei Dortmund.

Sonntag, 14. Februar 2016

„Shadow Town: Die Ankunft“ von R.O.Schäfer


Leseprobe aus der Mystery Liebesgeschichte


Das Buch:

Das Leben ist zu Ende! Emily und Harper können es nicht fassen. Bisher in New York aufgewachsen, verfrachten ihre Eltern sie in eine kleine Küstenstadt. Was könnte trostloser sein, als schreiende Möwen und langweilige Hinterwäldler? Doch als sie den umwerfend gut aussehenden Aiden kennenlernen, ändert sich ihre Meinung schnell. Während zwischen Emily und Harper ein Kampf um Aiden entbrennt, lösen ein unheimlicher Todesfall und ein unscheinbares Buch einen Sturm lebensgefährlicher Ereignisse aus.
Erhältlich bei Amazon

Leseprobe:
»Wo sind meine Eltern? Ich muss zu ihnen.« Aiden versuchte sich wieder hochzustemmen,
aber die Hand der Krankenschwester lag immer noch auf seiner Brust. Ohne
Schwierigkeiten schob sie ihn wieder zurück. In seinem Kopf zuckten Schmerzwellen
und plötzlich musste er sich übergeben. Ein Schwall sauer übelriechender Mageninhalt
ergoss sich auf seine Bettdecke. Kraftlos lies er sich wieder in sein Kissen fallen. Die
Schwester tadelte ihn nicht, sondern zog stumm die Bezüge von seinem Bett ab und
holte frische aus einem Schrank, der in seinem Zimmer stand. Aiden blickte stumm an
die Decke. Einerseits hatte er Angst um seine Eltern, aber er schämte sich auch für die
Situation, die gerade entstanden war.
»Es tut mir leid ... ich ...« Weiter kam Aiden nicht. Die Krankenschwester lächelte ihn an
und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Mit sicherer Bewegung bezog sie sein Bett neu. Dann schaute sie auf das Tablett, welches
sie auf seinem Nachtschrank abgestellt hatte.
»Können Sie mir sagen, wie es meinen Eltern geht?« Er blickte sie bittend an.
Nervös blickte sie im Raum umher. Diese Reaktion löste ein unglaubliches Angstgefühl
in ihm aus.
»Dein Vater wird gleich bei dir sein. Er ist noch bei einer Untersuchung, kann aber
gleich zu dir kommen. Es geht ihm so weit gut.«
Aiden seufzte. Wenn sein Vater gleich zu ihm kommen konnte, war alles wohl noch einmal
glimpflich abgelaufen.
»Ich habe dir hier eine Tablette mit Wasser hingestellt.« Die Schwester deutete auf das
Tablett. »Solltest du die Kopfschmerzen nicht aushalten, dann nimm sie.«
Sie schaute ihn noch einmal an und verließ dann das Zimmer.
Aiden drehte seinen Kopf, so dass er aus dem Fenster blicken konnte. Draußen zogen
Wolken an dem ansonsten azurblauen Himmel vorbei. Wann würden seine Eltern wohl
auftauchen? Während er so noch überlegte, fielen ihm die Augen zu und er sank in
einen traumlosen Schlaf. Es war ihm, als hätte er nur kurz die Augen geschlossen, als
er eine Berührung am Arm spürte.
Er öffnete die Augen und schaute in das Gesicht seines Vaters. Um seine Stirn war ein
Verband gewickelt. Sein Dad schien ansonsten unverletzt, aber seine Augen sagten
mehr als tausend Worte.
»Mutter?«, stammelte Aiden.
Der Griff seines Vaters um seinen Arm verstärkte sich. Er nickte nur stumm und Tränen
liefen ihm über das Gesicht. Aiden glaubte, keine Luft mehr zu bekommen. Dann brach
sich die Luft ihren Weg mit einem Schrei.
Nie würde er diesen Tag vergessen. Es war ihm, als hätte jemand ein Stück aus ihm
fortgerissen.
»Kommst du nun oder muss ich doch alles alleine machen?«
Die Stimme seines Vaters riss ihn aus seinen Gedanken.
Er stand immer noch mit den zwei Koffern in der Hand im Zimmer seines Vaters. Dort
auf dem Nachtschränkchen blickte ihn seine Mutter aus einem Bild freundlich lächelnd
an.
»Ich vermiss dich Mum«, flüsterte er leise, dann ging er hinunter.
Sein Vater hatte währenddessen das meiste Gepäck in seinem Wagen verstaut. Er
blickte seinen Sohn an und nahm ihm die beiden Koffer aus der Hand.
»Wie wir abgesprochen haben. Ich melde mich, wenn ich angekommen bin und du meldest
dich, wenn irgendetwas ist. Ich habe dir genug Geld für die Woche auf den
Küchentisch gelegt und genügend Vorräte sind auch da. Tu mir einen Gefallen und geh
nicht zu spät ins Bett.« Er wuschelte Aiden durch das Haar.
Aiden grinste. »Alles klar Dad. Ich bekomm das schon hin. Brauchst dir keine Sorgen
machen.«
Schweigend blickten sie sich an. Kurz sah es so aus, als würden sie sich in die Arme
fallen. Dann aber drehte sich sein Vater wortlos um, stieg in seinen Wagen und startete
den Motor. Er fuhr die Einfahrt rückwärts hinunter, hupte noch einmal und winkte ihm
zu. Aiden hob seine Hand zum Abschied, dann ging er ins Haus.

© Text und Abbildung des Buchcovers: Autor Rudolf Otto Schäfer


Rudolf Otto Schäfer wurde 1968 in Lennestadt geboren und ist seit 2013 freier Autor.

Für die Fantasybuchreihe um den Geisterjäger Fletcher hat er bis heute 2 Romane verfasst.

Weiterhin entstand das Kinderbuch »Kiara und das Schimpfmonster«. Vor kurzem erschien der erste Band, der neuen Mystery Serie »Shadow Town«

Er lebt seit 2002 in Unna bei Dortmund.









Twitter: @fantasyschaefer 

Sonntag, 12. Juli 2015

Das dunkle Ritual, Fletchers Alptraum“ von Rudolf Otto Schäfer




Klappentext:

Geh nicht in den Wald ...

Eine mysteriöse unbekannte Macht hält das Dörfchen Clapham in Atem. Geheimnisvolle Lichter, unheimliche Geräusche und Menschen, die im Wald tot aufgefunden werden, oder dort für immer verschwinden verängstigen die Einwohner.  Die Alten sagen: Der Wald ist verhext. Die Jungen sagen: Ein Mörder geht um.  Plötzlich geschieht das Unfassbare: Ein kleiner Junge verschwindet.  Die abenteuerlustige Alison überredet Fletcher das Kind zu suchen. Gemeinsam mit dem Geist Tom machen sie sich auf den Weg, um dem Geheimnis von Clapham Wood auf die Spur zu kommen. Was verbirgt die seltsame Wandergruppe, die mit Ihnen im Gasthaus übernachtet und vorgibt helfen zu wollen? Die Zeit wird knapp. Werden sie es schaffen?  Die drei Freunde müssen das Rätsel lösen, denn sonst ist der Junge verloren.
Eine (fast) authentische Geschichte.
Erhältlich bei Amazon



Leseprobe:

Wartet mal bitte. Wir wissen nicht, ob sie da drin sind und vor allen Dingen nicht, wer sie dort eingesperrt hat. Außerdem wissen wir nicht, ob die vermeintlichen Täter auch vor Ort sind. Deshalb sollten wir so vorsichtig wie möglich auf die Hütte zugehen. Am besten wäre es, wenn zwei von uns vorgehen und die anderen als Absicherung hier bleiben und erst einmal abwarten. Falls irgendetwas Unangenehmes passiert, dann sollten die anderen die Polizei informieren.«

Sally und Dorothy nickten zustimmend. »Ich würde gerne mit Fletcher zu der Hütte gehen«, sagte Sally. Mir war es einerlei. Hauptsache schnell da rein und schnell wieder raus. »Okay Sally, dann lass uns gehen.« Ohne weiter auf die Anderen zu achten, ging ich los. Tom war schon vor der Hütte und linste in eines der Fenster. Beim näheren Hinsehen war es mir schleierhaft, das Leslie nicht schon lange aus dieser halb verfaulten Hütte ausgebrochen war. Die Fenster bestanden nur aus einfachen Glasscheiben, die man vermutlich mit den bloßen Händen eindrücken konnte. Die Holzverkleidung war durch die Witterung hier im Wald alles andere als stabil. Ich konnte mir nur vorstellen, dass die beiden da drin gefesselt waren. »Das wird wohl die Lösung sein«, dachte ich noch, bevor wir an der Tür ankamen. Ich schaute zurück und konnte die Köpfe von Alison und Dorothy im Unterholz erkennen. Ich streckte den Daumen nach oben.

Sally hatte schon den Türknauf gepackt und versuchte ihn so leise und vorsichtig wie möglich zu drehen. Zu meinem Erstaunen konnte sie die Tür öffnen. Das war ja mehr als eigenartig. Sie stieß die Tür mit einer Hand auf. Leise quietschend gab sie den Blick auf einen dunklen Raum frei. Modriger nasser Geruch strömte mir entgegen. Sally blieb im Türrahmen stehen und deute mir an, dass ich vorgehen sollte. Natürlich musste mal wieder der Mann vorgehen. Vorsichtig schob ich den ersten Fuß in den dunklen Raum hinein. Ich blickte mich um, konnte aber in dieser Düsternis nichts richtig erkennen.



Kurzvita:
 
Rudolf Otto Schäfer wurde am 13.02.1968 in Lennestadt Sauerland geboren. Von der Natur und drei Schwestern umgeben wuchs er in einfachen Verhältnissen auf. Nach erfolgter Schullaufbahn und dem Willen seiner Eltern durfte er nicht den erträumten, sondern den gewünschten beruflichen Weg einschlagen. Statt sich dem Studium zu widmen, lernte er Metall nach allen Regeln der Kunst zu bearbeiten. Sich in Fantasiewelten zu flüchten, schien die einzige Möglichkeit zu sein, dieses durchzuhalten. Bücher wurden verschlungen und die Begierde groß, selber zu schreiben. Nach einem Fachstudium und diversen anderen Arbeitsbereichen machte er sich kaufmännisch selbständig und eröffnete nebenbei noch ein Esoterik Geschäft. Sich mit Büchern zu umgeben und auf einfach unglaubliche Menschen zu treffen, schienen das Leben perfekt zu machen.
Da aber eine Familie nicht vom Lebensglück allein ernährt werden kann, arbeitet er seit 2007 am Airport. Nach einigen Kurzgeschichten hat er 2014 seinen ersten Fantasy Krimi auf dem Markt gebracht, dem noch zahlreiche andere folgen sollen.
Lebenserfahrung, eigene Erlebnisse und Humor spiegeln sich in seinen Kurzgeschichten und in seinen Büchern wieder. Bisher erschienen sind: Der Richter aus dem Schattenreich und Das dunkle Ritual. Beides sind Fantasy – Krimis für Jugendliche und Erwachsene. Spannung mit einem gehörigen Anteil Humor. Fertiggestellt wurde 2015, dass Kinderbuch „Kiara und das Schimpfmonster“. Eine Fantasy - Geschichte für die ganz Kleinen. Ein Vorlesebuch über Mut und Freundschaft.






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