Sonntag, 18. September 2016

Erkan Bodin von Jan Viebahn



Band 2 der Yrangir-Trilogie:

Erkar Bodin, Leutnant der Stadtwache in der Hauptstadt des Kaiserreichs und zuständig für Mordfälle, ermittelt in einem Doppelmord: Zwei Priester eines heiligen Ordens wurden grausam gefoltert und dann hingerichtet. Bodin folgt den Spuren kreuz und quer durch die große Stadt. Doch schon bald gerät er in Verstrickungen, die ihn erahnen lassen, dass es um etwas viel Größeres als nur um zwei Morde gehen könnte. Die Hitarii, die Feinde des Kaiserreichs im Süden, scheinen ihre Finger überall zu haben. Ist Erkar in der Lage, die Fäden des Schicksals zu entwirren, seine Angebetete zu retten und die Verschwörung aufzudecken?

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Leseprobe:
Die beiden betraten Grimloks Arbeitszimmer, und alle Freundlichkeit wich sofort aus dem
Gesicht des Herzogs. Er setzte sich, bot aber seinem Besucher keinen Platz an, sondern betrachtete
ihn mit Missfallen.
Der Mann mit der langen Narbe stand nun vor seinem Schreibtisch. Ein kleines Feuer brannte
im Kamin hinter dem wuchtigen Eichenholzschreibtisch und durch das eisige Schweigen im Raum
schien es bedrohlich zu knistern.
»Ich habe doch gesagt, keine Treffen in meinem Amtssitz, Szargun!«, entfuhr es dem Herzog
schließlich mit schneidender Stimme.
Szargun nahm Pergament und Feder von der Tischplatte, tunkte die Feder in ein Tintenfass und
schrieb auf: »Wichtig! Brauchen Entscheidung! Paladin will nicht brennen!«
Grimlok starrte ihn finster an.
Szargun kritzelte weiter. »Glaube scheint ihn zu schützen, dunkle Flammen können ihm nichts
anhaben. Vorhaben mit Paladin nicht möglich.«
»Verdammt!«, Herzog Grimlok schlug mit der Faust auf den Tisch, »das kostet uns mindestens
zwei Monate. Hat der Priester einen Alternativplan?«
Szarguns Antwort war schnell zu Papier gebracht: »Meister schlägt vor, kaiserliche Garde zu
nutzen.«
»Gut, nur wie kommen wir an sie heran? Die kaiserliche Garde ist eine verschworene
Gemeinschaft, die nichts dem Zufall überlässt.«
Die Feder kratzte schnell über das Pergament und Grimlok las: »Möglichkeit durch erfahrene
Spionin. Können sie einschleusen.«
»Dann schleust sie ein! Hat der Priester noch genug Kraft?«
»Für ein Ritual reicht es noch.«
»Dann beeilt euch!«
Szargun nickte und wandte sich zum Gehen, dann hielt er inne und drehte sich noch einmal um,
kam zurück und schrieb: »Was ist mit dem Paladin?«
Herzog Grimlok hatte sich schon wieder seinen Unterlagen zugewandt und schrieb nun
seinerseits etwas auf ein Papier. Wie beiläufig bemerkte er: »Hackt ihm den Kopf ab und verscharrt
ihn im Wald, dagegen wird er wohl kaum resistent sein!«
Szargun nickte zustimmend und grinste.
Grimlok schaute noch einmal kurz auf. »Und, Szargun, besorgt mir einen vertrauenswürdigen
Sekretär, ich bin meines überdrüssig, er wird immer neugieriger und fängt an, Fragen zu stellen!«
Szargun nickte erneut. Dann verließ er mit langen Schritten den Raum.
Grimlok nahm die von Szargun beschriebenen Pergamente, stand auf, ging zum Kamin hinüber
und warf sie ins Feuer. Nachdenklich betrachtete er, wie sie in Flammen aufgingen und den
Nachweis dieses Gespräch vernichteten. Das Vorhaben stellte sich einmal mehr als schwieriger
heraus denn gedacht. Er brauchte Geduld. Nicht seine größte Tugend, doch sie waren schon weit
gekommen. Jetzt hieß es abwarten. Am Ende würde er es ihnen allen zeigen



Jan Viebahn, der Autor hinter Yrangir, ist Fantasy- und Science-Fiction-Fan. Er steht auf Heavy Metal genau so wie auf Blues. Sein erstes Buch gab er 2012 heraus. Es trägt den Titel "Schwarzes Licht" und ist das erste seiner Yrangir-Bände. 2014 folgte "Erkar Bodin", Yrangir Band 2. Seit 2013 versucht er sich auch an satirischen Texten. Siehe "Das Handbuch der Dämonenkunde", das 2015 erschien und www.yrangir.de.


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